Kachelofen

Der aufwendige Bau eines echten Kachelofens ist die Königsdisziplin im Ofenbau.
Bei den Kachelöfen handelt es sich üblicherweise um sehr aufwendige...
Der aufwendige Bau eines echten Kachelofens ist die Königsdisziplin im Ofenbau.
Bei den Kachelöfen handelt es sich üblicherweise um sehr aufwendige Ofenanlagen, in allen erdenklichen Größen, welche exakt nach Vorgaben des Kunden und den Erfordernissen der baulichen Gegebenheiten individuell und speziell geplant, gefertigt und vor Ort aufwendig aufgebaut werden. Als Kunsthafnerei sind wird die Nummer 1 in der Planung und Ausführung Kachelöfen aller Art. Wir bauen Kachelöfen in den verschiedensten Stilrichtungen: klassisch, modern, rustikal, bäuerlich,... Auch Öfen in Jugendstil, Barock, romanisch, gotisch, Rennaissance, Biedermeier, Gründerstil, Art Deco, Historismus und Klassizimus bauen wir gerne. Wir sind Ihre Hafnerei!

Der Kachelofen ist ein Speicherofen, da der Kachelofen die in ihm freigesetzte Wärme aufnimmt und langsam an seine Umgebung mittels angenehmer Strahlungswärme abgibt. Der Kachelofen wird auch "tönener Bruder der Sonne" genannt, weil die Kachelofenwärme der Sonnenwärme sehr nahe kommt.
Dass der Kachelofen so sparsam und effektiv funktioniert wie man es von einem Kachelofen erwartet, ist seiner Bauart zuzuschreiben. Das im Kachelofen integrierte Rauchzugsystem und natürlich auch die Brennkammer ist komplett schamottiert und wird daher Speicherkern genannt. Über die Oberfläche, die aus demselben oder ähnlichen Material (Kacheln, Speckstein, etc.) besteht, wird die aufgenommene Wärme langsam abgegeben. Dieses System ist optimal geeignet einen Raum, oder sogar mehrere Räumlichkeiten, mit kleinsten Holzmengen und geringstem Aufwand (nur 1 - 2 Heizintervalle/Tag), angenehm und gesund zu beheizen. Bei dementsprechender Hausplanung und guter Situierung kann der Kachelofen sogar das ganze Haus heizen. Gesund deshalb, weil der Kachelofen aufgrund seiner Wärmestrahlungseigenschaft die Raumluft nicht so stark erwärmt wie eine Konvektions- oder Radiatorenheizung. Dadurch wird z.B. der Organismus entlastet, kein Staub aufgewirbelt und der Körper nicht durch Luftumwälzung gekühlt.
Der Kachelofen hat fast nur Vorteile. Einer seiner Nachteile ist, daß er für kurzfristiges Aufheizen von Räumen nicht gut geeignet ist. Das kommt daher, dass zuerst die Kachelofenmasse erwärmt werden muss und der Kachelofen erst etwas zeitverzögert mit der Wärmeabgabe beginnt.
Ist jedoch häufig eine rasche Wärmeabgabe gewünscht, wird der Kachelofen in leichter Bauart gebaut, durch die sein Gewicht verringert und die Wärmeabgabe beschleunigt wird. Eine schnellere Wärmeabgabe bedeutet aber auch eine kürzere Strahlungsperiode.

Für besonders hohe Wärmeausbeute gibt es auch Heizeinsätze welche in den Kachelofen anstatt der Feuerkammer eingebaut werden. Diese sind aus Gußeisen und durch einen Luftraum von der Außenschale (z.B. Kachelwand) des Kachelofens getrennt. Erhitztes Eisen hat die Eigenschaft Wärme rasch abzustrahlen und aufgrund der etwas agressiveren (kurzwelligen) Wärmestrahlung erwärmt es hervorvorragend Luft, welche als Wärmetransportmedium sehr gut geeignet ist. Die im Hohlraum erwärmte Luft kann direkt mittels Luftauslässen in den Raum geleitet werden und unterstützt und beschleunigt die Wärmeabgabe des Kachelofens. Jedoch kann die im Kachelofen erhitzte Luft mittels Kanälen auch in andere Räumlichkeiten geleitet werden und dort wärmend einströmen, aber auch in sogenannte Hypocaustenwände (Strahlwände), welche ebenfalls sanfte Wärmestrahlung abgeben. Zu beachten ist, dass bei dieser Kachelofenvariante Warmluft nur dann produziert wird, wenn auch das Feuer kräftig flackert. Je nach Wärmebedarf können gegebenfalls zusätzliche Heizintervalle notwendig werden.
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© Kero-Billensteiner